Das Gartentor – Zweckmäßig und funktional

Grundstücke müssen per Anordnung eingegrenzt werden, wenn die Bauordnungen der Länder das so vorsehen. Eine solche Umzäunung wiederum muss einen Durchgang haben, damit Personen und Fahrzeuge das Grundstück nutzen garden-gate-260805_640können. Das kann für Fahrzeuge mit einem Hoftor oder einem Einfahrtstor erreicht werden, für Fußgänger erreicht man das mit einem Gartentor. Jede Mauer, jeder Zaun, auch jeder Gartenzaun hat deshalb ein Gartentor oder eine Gartenpforte.

Ein Gartenzaun hat halt einfach ein Loch, oder ein Gartentor. So ein Gartentor muss natürlich als Bestandteil des Zauns optisch und konstruktiv zu ihm passen. Je nachdem, welche Art der Garten hat, ist ein Gartentor mehr oder weniger aufwändig gestaltet und entworfen. Handelt es sich bei dem dahinterliegenden Garten um den Vorgarten einer pompösen Villa, wird auch das Gartentor opulent ausfallen. Für einen Kleingarten hingegen genügt ein Gartentor aus Holzlatten.

Für die konstruktive Gestaltung eines Gartentores ist dessen Breite wichtig. Natürlich auch die Gartentor Höhe. Beides bestimmen die örtlichen Gegebenheiten, wenn man nicht eine komplette Neuplanung von Zaun und Gartentor vornimmt. Die Breite von Gartentor und Hoftor hängt von der Nutzung des Grundstücks ab. Soll lediglich ein PKW das Grundstück befahren, genügt ein 3 Meter breites Einfahrtstor mit angrenzendem Gartentor.

Zudem ist ein Gartentor im Allgemeinen nicht hoch, da der Besitzer möchte, dass Vorübergehende in den Garten schauen und ihn genießen können. Deshalb haben Gartentore, beispielsweise gegenüber Hoftoren, den Vorteil der leichteren Konstruktion. Aber auch sie müssen stabil befestigt werden. Die Pfeiler eines Gartentores sollten gut und tief gegründet sein. Auch hier gilt die Regel: 1/3 eines Pfeilers sollte unter der Erde, 2/3 über der Erde sein.

Mechanische oder elektrisch, 1 oder 2 Flügel

Es dürfte wohl die Ausnahme sein, dass ein Gartentor elektrisch betätigt wird. Auch hier kommt es selbstverständlich auf das Grundstück und dessen Nutzung an. Übliche Gartentore werden als einflüglige oder zweiflüglige Konstruktionen hergestellt. Bis zu einer Breite von etwa 4 Metern ist eine einflüglige Ausführung möglich, danach wird sie instabil. Bei so langen Torflügeln sollte außerdem ein Stützrad vorhanden sein, das während der Öffnung und im geöffneten Zustand den Flügel hält.

Gerade in Kleingartenanlagen mit ihren engen Wegen stößt eine Ausführung mit einem Gartentorflügel auf Probleme. Denn die Gartenwege werden kaum so breit sein, dass sich der Torflügel vollständig öffnen lässt. Deshalb findet man dort fast immer 2 Torflügel am Gartentor.

Schiebetor am Gartenzaun

In Gärten sieht man immer häufiger Schiebetorkonstruktionen. Sie benötigen beim Öffnen keinen Platz auf dem Gartenweg oder dem Grundstück. Allerdings muss das Gartengrundstück mindestens doppelt so breit sein wie die Breite des Tores. Das ganze muss natürlich in der Flucht der Öffnung sein, ansonsten lässt sich das Gartentor nicht öffnen. Denn irgendwohin muss das Tor geschoben werden können.

Bei einem Schiebetor bietet es sich geradezu an, dieses elektrisch zu betätigen. Was natürlich bei einem Gartentor Luxus ist. Jede Schiebetorkonstruktion eines Gartentores hat eine Schwachstelle: die Führungsschiene. Sie wird im Garten immer von Sand und Erde belegt sein. Im Herbst legt sich Laub darauf. Auch regelmäßiges Öffnen und Schließen des Tores ändert da nicht viel dran. Deshalb muss diese Schiene ein umgekehrtes U oder V sein. Ist sie hingegen ein U mit der Öffnung nach oben, also eine Wanne, wird sie der Schmutz irgendwann verstopfen. Und im Winter das Eis.

Ein Schiebetor hat gegenüber einem Flügeltor generell den Vorteil, dass die zu bewegenden Massen zwar bei selber Torlänge die gleichen sind, die mechanische Belastung der Pfeiler jedoch geringer.